Mit den Jahren wechseln auch die Farben und wer könnte das besser bestätigen als die modebewusste Bikewelt mit ihren größtenteils einjährigen Produkt- oder zumindest Designzyklen. Der unter dem amerikanischen SRAM-Konzern stehende Federelementhersteller Rock Shox hat bereits jetzt einen ersten Einblick in seine Vorstellungen für 2013 gewährt.
Farben sind dabei eigentlich nicht mehr viele zu entdecken. Ganz dem Trend der 80er Jahre folgend, betätigt man sich eines schlichteren wenig aufdringlichen Aussehens mit vielen Grau- und Schwarztönen. Groß fällt der Markenname aus, die Namen der Gabeln werden kaum in Szene gesetzt, sogar auf der Boxxer-Gabel fält der Schriftzug kleiner aus.
Lyrik, Revelation und Boxxer sind jeweils außer mit Namen und Logo nur noch mit grauen Querstreifen geziert, Minimalismus par excellence.
Schlichter bedeutet nicht weniger kunstvoll. Auch weiterhin ranken sich um die Totem eine Vielzahl an verschiedenen Zeichen und Verzierungen und die Argyle zeigt sich mit übergroßen Bildpunkten im coolen Pop-Art-Stil der Siebziger. Wohlgemerkt bis aufs Rock Shox Logo farblos.
Die traditionellen Sticker, welche der Totem beiliegen wurden noch nicht veröffentlicht, ob hier eventuell doch Farbe ins Spiel kommt bleibt abzuwarten.
Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber in Designfragen waren die Amerikanern bisher immer allen voraus. Allerdings zählen gerade bei Gabeln auch die inneren Werte.
Fotos gibts hier.
Kind Shock Sattelstützen
Im Trubel um die Crank Brothers Kronolog etwas untergegangen, ist die Ankündigung des taiwanesischen Herstellers KS Suspension einer versenkbaren Sattelstütze mit ebenfalls seitlich angebrachtem Zug mit gleichbleibender Länge.
Das "Lev" genannte neue Flaggschiff der, großen und etwas unübersichtlichen Linie an versenkbaren Sattelstützen von KS, kommt voraussichtlich 2013 auf den Markt. Es wird auch eine Version ähnlich der Rock Shox Reverb Stealth geben, welcher der Zug von unten zugeführt wird, allerdings soll diese wie das Konkurrenzprodukt nur OEM zur Verfügung stehen.
Optional ganze 150mm Hub, lassen das Bike in kürzester Zeit zur Downhillmaschine werden. Andere Hersteller aber auch KS selbst haben bisher nur maximal 125mm im Programm, dies sowie auch 100mm Weg in allen gängigen Standards werden weiter erhältlich sein. Das Gewicht soll noch 100g unter der KS i950 und damit bei 350-450 Gramm liegen. Eine klare Kampfansage an die ebenfalls diese Woche präsentierte, aber bereits erhältliche Crank Brothers Kronolog.
Da letztere erst vor kurzem einen längeren Artikel mit Infos zu versenkbaren Sattelstützen gewidmet bekommen hat, möchte ich an dieser Stelle auf diesen verweisen.
Crank Brothers' Kronolog
Die amerikanische Edelschmiede Crank Brothers hat ihre erste selbst entwickelte höhenverstellbare Sattelstütze präsentiert. Nach der Joplin, welche ursprünglich von Maverick designed worden war und erst durch den Aufkauf und eine bessere Vermarktung zum Durchbruch der versenkbaren Stützen führte, will man nun die letzten Mankos beseitigt haben.
Bisherige Produkte haben vor allem mit dem Problem zu kämpfen, dass die Zuglänge bei Varianten mit Fernbedienung sehr groß ausfällt und bei eingefahrener Stütze eine Schlaufe entsteht. Verfängt sich diese bei einer Abfahrt im Gebüsch, kann dies mitunter zu gefährlichen Situationen führen und den Mechanismus außer Funktion setzen. Nicht zuletzt leidet auch des öfteren die Rahmenlackierung unter den Vibrationen und dem Schleifen des Zuges.
Das soll nun dank Crank Brothers' neuer Konolog ein Ende haben. Die Aufnahme des Zuges liegt nun unter dem Verstellmechanismus und somit am unbewegten Teil der Sattelstütze. Konkurrent Rock Shox (SRAM) hat bei seiner Reverb Stealth zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und dank Aufnahme am Boden der Stütze den Zug auch geschickt im Rahmen versteckt. Im Gegensatz zu dieser ist die Kronolog allerdings nicht nur OEM bei Scott und Trek sondern auch für Privatkunden und andere Hersteller erhältlich.
Ein weiterer Grund vieler Biker, sich noch gegen einer versenkbare Sattelstütze zu wehren, ist das höhere Gewicht, welches man damit in kauf nehmen muss. Auch hier setzt die Kronolog neue Maßstäbe, mit einem im Vergleich zur Joplin um ~125g und zur Reverb um ~50g reduzierten Gewicht wiegt sie in 30.9mm Norm bei 465g und in 31.6mm bei 477g.
Die Fernbedienung selbst wurde ebenfalls neu designed und kommt auf 28 Gramm. Auf ihr prangt nun das Logo der Marke, sie lässt sich aber nur noch in einer Richtung betätigen.
Viele Radfahrer beschwerten sich bei diversen versenkbaren Sattelstützen, dass diese sich, einmal abgesenkt, beim Hängenbleiben der Hose oder in Tragepassagen wieder herausziehen lassen. Bei der Kronolog gehört dieser Fall der Vergangenheit an.
Unangenehmer als bei der Reverb fällt der Verstellmechanismus der Feder aus. Anders als bei dieser, wird nicht der Ölfluss per Einstellrad an der Fernbedienung, sondern der Luftdruck in der Feder per Ventil an der Stütze reguliert.
Preislich ist die neue nur knapp über der Joplin angesiedelt, letztere bleibt anscheinend im Programm der Amerikaner. Die Kronolog ist nur mit Fernbedienung erhältlich, wer also auf einen weiteren Zug am Rahmen verzichten will oder nicht noch einen Hebel am Lenker haben will, kann noch getrost zur Joplin greifen.
Shimanos neue Komponenten für 2013
SLX
Als 2008 die SLX die nunmehrige trekkingbikeorientierte Deore-LX ablöste war die Freude groß. Die neue vereinte die Qualität und Funktion der XT mit dem mehr als akzeptablen Preis der LX, einziger "Nachteil"blieb ein geringfügig höheres Gewicht als das der XT und natürlich das Image.
Doch die SLX hat sich in den letzten vier Jahren bewährt und wurde fester Bestandteil der Shimano-Familie. Dank häufiger Updates und schneller Übernahme der Innovationen der "Großen"hat sie sich ins Herz der Mountainbiker eingebrannt.
Und auch dieses Jahr wird die am All Mountain Sektor orientierte Komponentengruppe aktualisiert. Von der Erneuerung betroffen sind in erster Linie das Schaltwerk und die Kurbel der SLX. Aber es wird auch neue Pedale und SLX-Laufräder geben.
Das Schaltwerk wird nun, wie seit 2012 auch das XTR Schaltwerk als "Shadow Plus"-Variante erhältlich sein. Die Shadow-Technologie besteht bereits seit längerem und bezieht sich auf das nach hinten und innen versetzte Schaltwerk, was dieses vor ungewollten Kontakten zur Natur schützen soll. Das "Plus" wiederum ist ein erst dieses Jahr neu erschienener Hebel am Schaltwerk, der, so man ihn betätigt, die Rückstellfederhärte erhöht und somit die Häufigkeit des Schlagens des Käfigs gegen die Kettenstrebe minimieren soll.
Eine willkommene Errungenschaft für alle, die das Scheppern während der Abfahrt irritiert oder einfach aus ästhetischen oder anderen Gründen keinen Kettenstrebenschutz montieren wollen. Der zugehörige Verstellhebel ist beim SLX-Schaltwerk im Gegensatz zum XTR-Pendant oben angesiedelt und flach, somit sehr ergonomisch.
Eine willkommene Errungenschaft für alle, die das Scheppern während der Abfahrt irritiert oder einfach aus ästhetischen oder anderen Gründen keinen Kettenstrebenschutz montieren wollen. Der zugehörige Verstellhebel ist beim SLX-Schaltwerk im Gegensatz zum XTR-Pendant oben angesiedelt und flach, somit sehr ergonomisch.
Ebenfalls neu wird ein zweiter Standard bei der Schaltwerksmontage sein. Dabei fällt der "E2" genannte Teil der Shadow-Schaltwerke weg und wird durch neue Ausfallenden ersetzt. Dies soll den Rahmendesignern mehr Freiheit bei der Gestaltung ihrer Hinterbauten geben und verhindern, dass, wie laut Shimano derzeit häufig, die E2-Platte abbricht und somit das Schaltwerk als ganzes nicht mehr verwendbar ist. Auch die direkte Montage am Rahmen, ähnlich dem von Umwerfern bekannten Direct Mount ist damit möglich und von Shimano angepeilt.
Die Kurbel ist der optisch am auffälligsten veränderte Teil der SLX-Gruppe für 2013. Das Design wird an das der teureren Kurbeln angepasst und erhält einen Spider in Wirbelform. Die Farbgebung in zwei verschieden hellen Grautönen wird beibehalten, wobei am äußeren Ende der Look gebürstetem Alu gleicht.
Sie wird in den Zweifachausführungen 38-26 ; 40-28 & 38-24 und in 42/32/24 erhältlich sein.
Der Umwerfer wird leicht modifiziert, verbessert in der Passform für 29"-Räder, erscheinen.
Die Schalthebel können dank umstellbarer Mechanik sowohl mit 3fach- als auch 2fach-Kurbeln genutzt werden.
Als Laufräder präsentierte Shimano zwei MT66 und MT68 getaufte Sätze auf SLX-Niveau. Im Gegensatz zu den XT- und XTR-Rädern haben diese allerdings kein an die Gruppe angepasstes Finish, sondern sind in weiß oder schwarz, optional mit gelbem Emblem designed.
Der MT66-Satz ist für rennorientierte Fahrstile vorgesehen und mit einer Felgenbreite von 19mm und maximal 2,25" breiten Reifen fahrbar. Als Gewicht geben die Shimano vorne 840g und hinten 985g an. Es wird auch eine 29" Variante angeboten werden, welche mehr Speichen für höhere Steifigkeit verliehen bekommt.
Die All Mountain Version MT68 bringt, bei einer Felgenbreite von 21mm für 2,5" Reifen, vorne und hinten je 70g mehr auf die Waage.
Beide Sätze sind Schlauchloskompatibel und gehorchen dem UST-Standard, die Felgen werden auch separat erhältlich sein.
XT & XTR
Die beiden teureren Gruppen bekommen alle Innovationen der SLX verliehen. So werden die Schaltwerke ebenfalls kompatibel zum neuen Montagestandard erhältlich sein und die XT-Laufräder werden ebenfalls in 29 Zoll erscheinen. Auch die Anpassung des Umwerfers an die größeren Reifen wird auf XT und XTR übertragen werden, lediglich von einem XT Shadow Plus Schaltwerk erfährt man noch nichts.
CLICK'R Pedale
Eine neue Pedallinie erwartet uns ebenfalls noch dieses Jahr. Mit den "CLICK'R"-Pedalen versuchen die Japaner clickie-scheuhen Bikern die Vorteile der SPD-Technologie vor Augen zu führen. Dies soll durch eine Kraftreduktion von bis zu 60% beim Ein- und 50% beim Ausklicken erzielt werden. Auch Schuhe, welche angenehm zu tragen sein sollen werden in der neuen Shimano-Linie erscheinen.
Fazit
Alles in allem eine Menge Innovationen die uns erwarten. Ob sich der neue Schaltwerkstandard als Direct Mount-Variante durchsetzen kann ist wohl zu bezweifeln, da die Produktion von zwei Rahmenmodellen mit hohem Kostenaufwand verbunden ist. Wahrscheinlich wird man aber in Zukunft beim erneuern des Schaltauges wissen müssen ob mit oder ohne "E2"
Die Bedeutung des Wortes "Standard" sollte wohl nicht nur Kurbel- und Tretlagerherstellern näher geführt werden.
29Rocks!
Als Einstimmung für mein Laufradgrößen-Special am Sonntag anbei ein cooles Video. Es zeigt den letztjährigen Europacupsieger im Downhill Cedric Gracia und den Sunn Teamfahrer Simon André auf 29ern.
Sehr lustig und sehenswert ist das wohl als Hommage an den derzeit in den Kinos laufenden Stummfilm "The Artist" gedachte, an den Filmstil der 20er angelehnte Filmintro.
Im weiteren Verlauf lassen die beiden auf ihren 29"-Rädern alle Vorurteile gegenüber den großen vergessen. Keine Spur von weniger Steifigkeit oder Agilität sieht man dem Fahrstil der beiden an, mit viel Flow nehmen sie Kurven, unbehindert und bestimmt springen sie über Gaps und geben ihren Bikes die Sporen.
Cedric Gracia zählt mit je einem Sieg bei der Red Bull Rampage und den Crankworx in Whistler, BC bereits zu den Legenden im Freeride- und Downhillsport. Was er nun mit diesem Video und seinem 29"-Rad zeigt, wird vielen die Zweifel über das Einsatzspektrum der großen Reifen überdenken lassen.
Viel Spaß beim zusehen:
29ROCKS! The movie by VTT29.com - Cedric Gracia & Simon André on 29ers on pinkbike.com
Sehr lustig und sehenswert ist das wohl als Hommage an den derzeit in den Kinos laufenden Stummfilm "The Artist" gedachte, an den Filmstil der 20er angelehnte Filmintro.
Im weiteren Verlauf lassen die beiden auf ihren 29"-Rädern alle Vorurteile gegenüber den großen vergessen. Keine Spur von weniger Steifigkeit oder Agilität sieht man dem Fahrstil der beiden an, mit viel Flow nehmen sie Kurven, unbehindert und bestimmt springen sie über Gaps und geben ihren Bikes die Sporen.
Cedric Gracia zählt mit je einem Sieg bei der Red Bull Rampage und den Crankworx in Whistler, BC bereits zu den Legenden im Freeride- und Downhillsport. Was er nun mit diesem Video und seinem 29"-Rad zeigt, wird vielen die Zweifel über das Einsatzspektrum der großen Reifen überdenken lassen.
Viel Spaß beim zusehen:
29ROCKS! The movie by VTT29.com - Cedric Gracia & Simon André on 29ers on pinkbike.com
SRAM Rätsel gelöst
Vor einem Monat tauchten Fotos im Internet auf, welche wie berichtet einen Prototypen eines SRAM Schaltwerks mit auffälliger Torxschraube zeigten. Die meisten spekulierten mit einem einer Antwort der Amerikaner auf die Shadow Plus genannte Innovation des japanischen Shimano-Konzerns.
Überraschenderweise ist es SRAM jedoch gelungen eine genau gegenteilige Funktion in ihre Schaltwerke zu integrieren. Wie ein Video zeigt, soll das sogenannte "Cage Lock" die Kettenspannung reduzieren um bei Pannen ein leichtes Ein- und Ausspannen des Hinterrades zu ermöglichen.
Das Werbevideo ist mit seinen amerikanischen und amateurhaften Stilelementen, wahrscheinlich an weniger erfahrene Radfahrer gerichtet. Selbiges gilt wohl für Cage Lock selbst.
Vorstellbar ist allerdings auch, dass sich diese Innovation in schwierigen Rennsituationen bewähren könnte. Vorausgesetzt die dafür benötigten Erweiterungen sind nicht zu schwer, könnte uns also bald ein "benutzerfreundliches" XX-Schaltwerk ins Haus stehen.
Anbei das Video:
Überraschenderweise ist es SRAM jedoch gelungen eine genau gegenteilige Funktion in ihre Schaltwerke zu integrieren. Wie ein Video zeigt, soll das sogenannte "Cage Lock" die Kettenspannung reduzieren um bei Pannen ein leichtes Ein- und Ausspannen des Hinterrades zu ermöglichen.
Das Werbevideo ist mit seinen amerikanischen und amateurhaften Stilelementen, wahrscheinlich an weniger erfahrene Radfahrer gerichtet. Selbiges gilt wohl für Cage Lock selbst.
Vorstellbar ist allerdings auch, dass sich diese Innovation in schwierigen Rennsituationen bewähren könnte. Vorausgesetzt die dafür benötigten Erweiterungen sind nicht zu schwer, könnte uns also bald ein "benutzerfreundliches" XX-Schaltwerk ins Haus stehen.
Anbei das Video:
Die Gripshift ist zurück
Bereits kurz nach dem Erscheinen der XX Rennschaltgruppe für Mountainbikes 2010, wurde schnell der Ruf der Radrennfahrer nach den altbewährten Drehschaltgriffen laut. Der amerikanische Hersteller SRAM versprach damals ein baldiges Erscheinen der legendären Twister in zur Zehnfachschaltung kompatibler Ausführung.
Zwei Jahre später ist es nun endlich so weit, die Zehnfachtwister sind ab April im Handel erhältlich und die Freude war groß als SRAM in den diversen Social Media Netzwerken ein Feuerwerk an Information über die neuen Gripshifter und deren Geschichte startete. Der Cross Country Fahrer Jaroslav Kulhavy aus dem Specializedteam holte mit Prototypen der Zehnfachtwister 2011 sogar den Weltmeistertitel im XC und zeigte sich in einem Video hellauf begeistert.
Damit werden der 22jährigen Erfolgsgeschichte dieser einfachen aber effektiven Produkte wohl noch einige weitere Kapitel folgen. Begonnen hat alles 1990 mit dem Sieg Greg Herbolds in den ersten offiziellen Downhill-Weltmeisterschaften. Heute kann man Downhillfahrer wohl nur noch sehr schwer von den Vorzügen dieser Technologie überzeugen, der amerikanische Konzern SRAM hat hier allerdings mit seinem reinen Daumenschalthebelkonzept weiter Erfolg.
Im XC-Rennsport wurden bis zum Erscheinen der 2x10-Komponenten fast ausschließlich Twister benutzt, teilweise sogar modifizierte Hebel, welche zu Shimanos XTR-Schaltwerk kompatibel gemacht wurden.
Optisch hat sich, wie zu erwarten war, nicht sonderlich viel verändert. Vorerst werden allerdings nur die Topgruppen XX und X0 um die neuen Drehschaltgriffe erweitert. Weggelassen wurde die von den meisten Benutzern bereits früher als überflüssig erachtete Ganganzeige, das Finish wurde an das fetzige Auftreten der Zehnfachgruppen angepasst.
Zusätzlich zu den Schalthebel werden auch in Form und Aussehen passende Griffe inklusive geliefert werden, ein Detail, welches den 9fach Pendants bisweilen fehlt.
Featuremäßig werden die neuen Hebel den alten wohl um eines unterlegen sein. Die Achtfachrasterung des Umwerfers wird bei den 2x10 Ausführungen nicht mehr benötigt, es sind auch so alle Kombinationen an Gängen bereits möglich. Das Gewicht dürfte allerdings deutlich abgenommen haben, sollte man erwarten, da die XX Trigger bereits etwas leichter sind als die 9fach Twister der X0 Kategorie.
Dass bei London 2012 wie vor vier Jahren in Peking wieder die typische Geräuschkulisse der Gripshift zu hören sein wird, wenn alle Fahrer gleichzeitig vor dem Anstieg mit unerreichter Geschwindigkeit nach unten schalten, ist wahrscheinlich.
Ob den Twistern ein Comeback gelingt ist den Bikern überlassen. Vom MTB-Pendant SRAMs Rennradtechnologie DoubleTap haben sich nur wenige überzeugen lassen.
Zwei Jahre später ist es nun endlich so weit, die Zehnfachtwister sind ab April im Handel erhältlich und die Freude war groß als SRAM in den diversen Social Media Netzwerken ein Feuerwerk an Information über die neuen Gripshifter und deren Geschichte startete. Der Cross Country Fahrer Jaroslav Kulhavy aus dem Specializedteam holte mit Prototypen der Zehnfachtwister 2011 sogar den Weltmeistertitel im XC und zeigte sich in einem Video hellauf begeistert.
Damit werden der 22jährigen Erfolgsgeschichte dieser einfachen aber effektiven Produkte wohl noch einige weitere Kapitel folgen. Begonnen hat alles 1990 mit dem Sieg Greg Herbolds in den ersten offiziellen Downhill-Weltmeisterschaften. Heute kann man Downhillfahrer wohl nur noch sehr schwer von den Vorzügen dieser Technologie überzeugen, der amerikanische Konzern SRAM hat hier allerdings mit seinem reinen Daumenschalthebelkonzept weiter Erfolg.
Im XC-Rennsport wurden bis zum Erscheinen der 2x10-Komponenten fast ausschließlich Twister benutzt, teilweise sogar modifizierte Hebel, welche zu Shimanos XTR-Schaltwerk kompatibel gemacht wurden.
Optisch hat sich, wie zu erwarten war, nicht sonderlich viel verändert. Vorerst werden allerdings nur die Topgruppen XX und X0 um die neuen Drehschaltgriffe erweitert. Weggelassen wurde die von den meisten Benutzern bereits früher als überflüssig erachtete Ganganzeige, das Finish wurde an das fetzige Auftreten der Zehnfachgruppen angepasst.
Zusätzlich zu den Schalthebel werden auch in Form und Aussehen passende Griffe inklusive geliefert werden, ein Detail, welches den 9fach Pendants bisweilen fehlt.
Featuremäßig werden die neuen Hebel den alten wohl um eines unterlegen sein. Die Achtfachrasterung des Umwerfers wird bei den 2x10 Ausführungen nicht mehr benötigt, es sind auch so alle Kombinationen an Gängen bereits möglich. Das Gewicht dürfte allerdings deutlich abgenommen haben, sollte man erwarten, da die XX Trigger bereits etwas leichter sind als die 9fach Twister der X0 Kategorie.
Dass bei London 2012 wie vor vier Jahren in Peking wieder die typische Geräuschkulisse der Gripshift zu hören sein wird, wenn alle Fahrer gleichzeitig vor dem Anstieg mit unerreichter Geschwindigkeit nach unten schalten, ist wahrscheinlich.
Ob den Twistern ein Comeback gelingt ist den Bikern überlassen. Vom MTB-Pendant SRAMs Rennradtechnologie DoubleTap haben sich nur wenige überzeugen lassen.
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